Bauchwassersucht

Als Bauchwassersucht (Aszites) wird die Ansammlung großer Flüssigkeitsmengen in der Bauchhöhle bezeichnet. Verursacht wird sie durch ein Ungleichgewicht von einströmender und über die Lymphgefäße abfließender Flüssigkeit. Bei acht von zehn Patienten ist die Ursache dafür eine gutartige Erkrankung, z. B. eine Leberzirrhose. Aber auch Funktionsstörungen der Nieren, eine Herzmuskelschwäche oder Entzündungen von Bauchfell oder Bauchspeicheldrüse können zu einer krankhaften Ansammlung des Bauchwassers führen. In diesen Fällen sprechen Mediziner von „benignem Aszites“.

In jedem zehnten Fall ist die Bauchwassersucht auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Der Fachbegriff lautet hier maligner Aszites.

Wenn ein Aszites an sich auch nicht lebensgefährlich ist, so ist der aufgetriebene Bauch für die Patienten doch sehr belastend. Das vorrangige Ziel der Behandlung ist daher, die Symptome zu lindern, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Mit den bisher zur Verfügung stehenden Mitteln ist dies jedoch nur vorübergehend möglich.

Es gibt nur wenige Studien, die die Effektivität und Verträglichkeit der verschiedenen Therapien bei malignem Aszites vergleichen. Auch existieren kaum Leitlinien und Handlungshilfen für Ärzte, die Behandlungsoptionen bei dieser Erkrankung vorgeben. Daher wird maligner Aszites heute noch meist auf Grundlage der Erfahrungen mit durch Leberzirrhose bedingter Bauchwassersucht behandelt.

Moderne Therapieansätze und Medizinprodukte erlauben mittlerweile jedoch eine verbesserte Behandlung von malignem Aszites.

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