Diagnose

Symbolbild Diagnose
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Die Ansammlung größerer Mengen von Flüssigkeit in der Bauchhöhle ist durch die deutliche Anschwellung des Bauches leicht zu erkennen. Beim Klopfen auf die Bauchdecke bildet die Flüssigkeit regelrechte Wellen, die man mit den Händen fühlen kann. Häufige Begleiterscheinungen eines Aszites sind Schmerzen im Bauchraum, Übelkeit und Erbrechen; mitunter kommt es auch zu Kurzatmigkeit und Appetitlosigkeit.

Bildgebende Verfahren

Hat der Arzt nach der körperlichen Untersuchung und Erfragung der Krankengeschichte (Anamnese) den Verdacht, dass ein Aszites vorliegt, kann er seine Diagnose mit Hilfe von Ultraschall überprüfen. Mit diesem Verfahren lassen sich bereits geringe Flüssigkeitsmengen (ab 50 ml) nachweisen. Zudem können mithilfe des Ultraschalls (und ggf. CT oder MRT) möglicherweise vorhandene Tumoren und Metastasen ausfindig gemacht werden.

Welche Ursache einem Aszites zugrunde liegt, lässt sich jedoch oftmals durch körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren allein nicht klären. Die Kenntnis dieser Ursache und das Wissen, ob es sich um einen benignen (gutartigen) oder malignen bzw. um einen infizierten Aszites handelt, ist jedoch wesentlich für die Entscheidung, welche individuelle Therapie der Patient erhalten soll. Darum werden zur weiteren Diagnose Blut und Bauchwasser im Labor mikrobiologisch und zytologisch untersucht.

Punktion

Die Entnahme von Bauchwasser und die anschließende zytologische Untersuchung des Punktats ist für eine eindeutige Diagnose von entscheidender Bedeutung. Dazu wird ambulant und unter lokaler Betäubung eine Hohlnadel in die Bauchdecke eingeführt und Flüssigkeit entnommen.

Finden sich bei der mikroskopischen Untersuchung Tumorzellen im Punktat, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Peritonealkarzinose vor. Das heißt, dass sich Tumorzellen in der Peritonealhöhle ausgebreitet haben und dort Metastasen bilden.

Werden bei der zytologischen Untersuchung keine Tumorzellen gefunden, bieten biochemische Verfahren weitere Möglichkeiten der Diagnostik. Dazu gehört beispielsweise die Analyse der Flüssigkeit auf Tumormarker (z.B. CA 125, CA 19-9, CEA). Eine erhöhte Konzentration dieser Substanzen im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten deutet auf das Vorhandensein eines Tumors hin. Wird der Wachstumsfaktor VEGF vermehrt in der Aszitesflüssigkeit gefunden, weist das ebenfalls auf eine Krebserkrankung hin.

Bluttests

Durch die Untersuchung von Blutproben können Erkrankungen diagnostiziert werden, die zur Entstehung eines Aszites geführt haben. Ein niedriger Albumingehalt im Blut beispielsweise ist meist die Folge einer Funktionsstörung der Leber. Werden Tumormarker entdeckt, kann dies unter Umständen auf einen Primärtumor hinweisen, der entweder selbst oder durch seine Metastasen ursächlich für einen malignen Aszites sein könnte.

Bauchspiegelung

Bei manchen Patienten kann weder durch bildgebende Verfahren noch durch Untersuchungen von punktierter Flüssigkeit und Blut die Ursache eines Aszites ermittelt werden. Wenn dennoch eine Tumorerkrankung als Ursache in Frage kommt, wird mitunter eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) veranlasst. Dabei wird durch einen kleinen Schnitt ein spezielles Endoskop in die Bauchhöhle eingeführt. Mithilfe einer winzigen Kamera untersucht der Arzt nun die Bauchorgane und fahndet nach der Ursache des Aszites. Wird ein Tumor entdeckt, kann eine Gewebeprobe entnommen werden, deren anschließende Untersuchung im Labor Aufschluss über die Tumoreigenschaften gibt.

Therapie ...