Diurese - medikamentöse Entwässerung

Die diuretische Therapie ist eine häufig angewandte Methode bei nicht-malignem Aszites, vor allem bei Leberzirrhose. Über Medikamente wie z. B. Spironolacton wird dabei die Salz- und damit indirekt die Wasserausscheidung über die Nieren gesteigert. Dadurch reduziert sich auch die Flüssigkeit im Bauchraum.

Bei krebsbedingter Bauchwassersucht ist der Erfolg dieser Therapie jedoch abhängig von der Ursache des Aszites. Während Patienten, deren Leberfunktion aufgrund von Lebermetastasen oder Tumoren der Leber gestört ist, von der Diurese profitieren können, ist die Behandlung mit Diuretika bei Aszites infolge von peritonealen Tumorzellen (Peritonalkarzinose) und bei chylösem Aszites wirkungslos und kann durch Austrocknung und Thrombosegefahr sogar gefährlich sein. Somit ist eine Diuretika-Therapie für Patienten mit malignem Aszites kontraindiziert und nicht zu empfehlen.

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